facebook Google V-Card

Ernährung

Viele Erkrankungen haben ihre Ursache in einer falschen oder nicht artgerechten Ernährung. Im Gegenzug ist es nur sehr schwer oder unmöglich, Krankheiten zu heilen, ohne auch die Ernährung umzustellen. Um entscheiden zu können, welche Art von Futter man seinem Hund zu fressen gibt, sollte man erstmal die Fakten kennen.

Industriefutter besteht zu bis zu 90% aus Getreide. Hunde brauchen überhaupt kein Getreide. Es kommt in der Natur nicht (oder nur in geringen Maße) vor, dass Getreide aufgenommen wird. Es verursacht einige Erkrankungen beim Hund. Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, dadurch werden Bakterien nicht abgetötet. Die Folge sind Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Das Pankreas ist vollkommen überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil in der hocherhitzten, industriell gefertigten Nahrung kaum Enzyme vorhanden sind. Die Verdauung des Hundes ist auf große Getreidemengen nicht eingestellt. Durch den Erhitzungsprozess binden sich Nahrungsmoleküle fester aneinander und werden dadurch schwerer verdaut. Hitze zerstört auch Enzyme und Antioxidantien. Enzyme sind Fermente, die den Stoffwechsel steuern und die Zellversorgung ermöglichen. Sie können toxische Stoffe entfernen und abbauen. Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die den Alterungsprozess verhindern bzw. verlangsamen.

Muss die Bauchspeicheldrüse mehr arbeiten durch die nicht vorhandenen Enzyme, vergrößert sie sich. Ist das Pankreas mit dieser Arbeit überfordert, werden Leukozyten zur Hilfe in das Verdauungssystem geschickt. Diese fehlen dann zur Bekämpfung von Bakterien. Die Folge ist, dass das Immunsystem geschwächt wird.

Das Kochen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäure-Ketten und macht sie für den Hund dadurch größtenteils unbrauchbar, und sie werden dadurch schwer verdaut. Ebenfalls werden Vitamine und Mineralstoffe durch Erhitzen unbrauchbar.

Die USA hatten 1997 die Verwendung von Knochen und Eingeweiden aus Schlachthäusern zur Ernährung von Wiederkäuern verboten. Auch das Verwenden von Hunde- und Katzenkadavern, die in veterinärmedizinischen Praxen euthanasiert worden waren, ist untersagt.

Schweine- und Rindermist, menschliche Exkremente, Zementpulver, Abfälle aus Gasthäusern, Papier, usw. sind auch zur Verwendung verboten worden. Diese Abfälle landen nicht auf der Müllkippe, sondern sie werden jetzt, mit Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen, Farb- und Lockstoffen und Zucker versehen, zu Hunde- und Katzenfutter verarbeitet.

Die Abdeckereien nehmen sich nicht einmal die Zeit, Flohhalsbänder von verstorbenen Tieren oder Plastikverpackungen von abgelaufenem Supermarktfleisch zu entfernen. Gerne werden auch Füllstoffe wie Rotebeetemasse verwendet, und das führt dazu, dass der Stuhl dunkel gefärbt und hart wird, da er lange im Darm liegen bleibt.

Das Fett im Fertigfutter muß durch Konservierungsstoffe (Ethoxiquin, BHA und BHT) haltbar gemacht werden, damit es nicht ranzig wird. Sie können die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen wegen des Verdachts der Krebserregbarkeit im Humanverzehr nicht verwendet werden.

Durch das zu weiche Nassfutter entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul. Das wiederum führt zu einer Immunschwäche.

Trockenfutter besitzt zu wenig Feuchtigkeit, wodurch der Hund Harnsteine und chronische Niereninsuffizienz bekommen kann.

Es gibt mit Sicherheit auch qualitativ hochwertiges Futter, nur ist es sehr schwer, das einen vom anderen zu unterscheiden, weil die Deklaration wenig aussagekräftig ist. 22% Proteine, 10% Fett, 25% Kohlenhydrate und 40% Feuchtigkeit, aus diesen Angaben wird man nicht schlau. Viel wichtiger zu wissen, wäre die Verdaulichkeit bzw. die biologische Verfügbarkeit, was der Hund wirklich verwenden kann.

Auf dem Markt sind inzwischen auch viele Diätfutter um Erkrankungen zu behandeln, die erst durch die Fütterung von Fertigfutter entstanden sind. Ob die Erkrankungen dadurch in ihrer Häufigkeit und in ihrer Intensität zurückgehen werden, ist sehr fraglich, denn dies ist wiederum ein Milliardengeschäft für Futtermittelhersteller und Tierärzte.

Die optimale Ernährung: Biologisch artgerechte rohe Fütterung (BARF)

Beim BARFen versucht man, die natürliche Nahrung eines wild lebenden Caniden nachzuahmen. Das heißt: Verfütterung von rohem Fleisch und Knochen. Der Hund ist aber kein reiner Fleischfresser, deshalb werden auch geringe Mengen von Gemüse, Obst und Getreide zugefüttert. In der Natur fressen Wölfe und Wildhunde in der Regel ganze Beutetiere, die mit Haut und Haaren verschlungen werden. Die Beutetiere liefern viel hochwertiges Eiweiß und Fett in Form von Muskelfleisch, aber auch fettlösliche Vitamine und Spurenelemente in Form von Organen (Leber, Nieren), Mineralstoffe wie Calcium durch Knochen, Natrium durch Blut, wasserlösliche Vitamine, sowie einen kleinen Anteil an Fasern mit dem Darminhalt. Ein Wolf nimmt auch gelegentlich grüne Pflanzenteile und vor allem Beeren zu sich.

Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pferdes. Die vollständige Verdauung von den Nahrungsmitteln Fleisch und Knochen dauert max. 24 Stunden beim Hund. Bei pflanzlicher Nahrung dauert es ca. 4-5 Tage. Alle Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein Fleischfresser ist.

Viele Hundebesitzer haben Bedenken wegen eines Parasiten- und Salmonellenbefalls. Diese sind jedoch nicht zu befürchten, da der Magensaft des Hundes auch diese Bakterien abtötet. Die Magensäure des Hundes besitzt die 10fache Menge an Salzsäure als der Mensch. Dadurch ist es fast unmöglich, dass Bakterien und andere Krankheitserreger überleben.

Die Verdauungsorgane des Hundes sind auf die Verwertung von rohem Fleisch und Knochen eingestellt. Die Magensäure ist so stark, dass sie Fleisch, Knochen und Knorpel problemlos zersetzten kann.

Die Notwendigkeit, bei jeder Mahlzeit alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu verabreichen, ist nicht gegeben. Die Ausgewogenheit sollte innerhalb mehrerer Wochen stattfinden, wie es auch in der Natur geschieht.

BARF zu füttern ist nicht wesentlich zeitaufwendiger oder teurer als Fertigfutter.

Haben Sie Fragen zum BARFen, oder möchten Sie wissen, welches industrielle Hundefutter als Alternative zu empfehlen ist, dann stehe ich Ihnen für weitere Fragen zu Fütterungsempfehlungen, Zusatzstoffe usw. zur Verfügung.

Mehr dazu erfahren Sie auf den Seiten: www.siebenmahl.de