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Informationen zu den angebotenen Therapien

► Klassische Homöopathie
► Blutegel

Klassische Homöopathie bei Tieren

Samuel Hahnemann, der Begründer der klassischen Homöopathie, war Arzt, Apotheker und Chemiker. Er wurde 1755 in Meissen geboren und starb 1842 in Paris. Bei der Übersetzung einer Arzneimittellehre zweifelte er eine Erklärung der Wirkungsweise der Chinarinde an, die schon damals bei malaria-ähnlichen Zuständen häufig eingesetzt wurde. Versuchshalber nahm er Chinarinde ein und stellte daraufhin bei sich ,,alle. bei Wechselfieber gewöhnlich. und charakteristischen Symptome" fest. Dieser Selbstversuch Hahnemanns eröffnete eine lange Reihe wissenschaftlicher Arzneimittelprüfungen, in denen er an sich und anderen weitere Substanzen pflanzlicher, mineralischer und tierischer Herkunft prüfte. Hierbei beobachtete Hahnemann, dass durch die Einnahme gewisser Stoffe vorübergehend eine Art Kunstkrankheit auftrat, deren Symptome für die jeweilige Substanz typisch waren. Wir alle kennen dieses Phänomen:
- durch das Berühren einer Brennnessel entsteht ein juckender Hautausschlag
- nach dem Stich einer Honigbiene zeigt sich eine Schwellung mit Schmerz
- beim Schneiden einer Küchenzwiebel beginnen die Augen zu tränen, und es tritt eine Art Schnupfen auf.

Das Gesetz der Ähnlichkeit:

Das Grundprinzip der Homöopathie

Hahnemann entdeckte zu seinem Erstaunen, dass die geprüften Stoffe in genau den Krankheitsfällen heilten, die ähnliche Symptome wie in den Prüfungen der verabreichten Substanzen aufwiesen. So stieß er auf eine bislang noch unbekannte Gesetzmäßigkeit, das Ähnlichkeitsprinzip: Ein Stoff, der in der Lage ist, gewisse Symptome zu erzeugen, kann diese in einem Krankheitsfall auch heilen! Demzufolge wird die Substanz zum Heilmittel, die ein ähnliches Leiden (auf griechisch: ,,homoion = ähnliches" und ,,pathos = Leiden") hervorzurufen imstande ist. ,,Similia similibus curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt."

Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als es heilen soll" (Organon der Heilkunst von Hahnemann)

Die Potenzierung

Um mit dem ähnlichsten Mittel Kranke behandeln zu können, mussten Substanzen verdünnt werden, da sie sonst zu stark wirken. Und da sie wiederum durch alleinige Verdünnung vielfach ihre Heilkräfte verloren, tat Hahnemann ungeahnt einen genialen Schritt: Er begann, jeder Verdünnungsstufe eine gewisse Anzahl rhythmischer Schüttelschläge hinzuzufügen. Nun geschah etwas Sensationelles: Die Substanzen verloren einerseits ihre toxische Wirkung, zum anderen aber entfalteten sie durch die Kombination von Verdünnung und Verschüttelung einen unglaublichen Zuwachs ihrer eigentlichen Wirk- und Heilkräfte!

Dieser Vorgang wird „Potenzierung“ genannt. Viele Stoffe erhalten hierdurch erst ihre tiefe, heilende Kraft, wie z.B. Kochsalz, Blei, Phosphor, Schwefel, Quecksilber, Zwiebeln, ...

Die Gesamtheit der Symptome und Individualität

Um eine Arznei zu finden, deren Arzneimittelbild dem Symptombild des Patienten möglichst ähnelt, ist eine exakte, detaillierte Beschreibung aller körperlichen und psychischen Symptome unerlässlich. Denn nur die Gesamtschau, nur das Erfassen aller wichtigsten Merkmale ermöglicht das Erkennen der Ähnlichkeit. Die Übereinstimmung zwischen dem Krankheitsbild und dem Arzneibild muss präzise und individuell sein, was eine routinemäßige Verordnung ausschließt.

Die klassische Tier-Homöophatie behandelt keine Krankheiten; sie behandelt kranke Tiere. Wenn die tief im Zentrum des Menschen oder des Tieres wirkende Kraft - von ihm „Lebenskraft“ genannt - sich im Gleichgewicht befindet, definiert Hahnemann diesen Zustand als Gesundheit. Gerät diese aus ihrer Ordnung und Harmonie, gelingt es Bakterien und Viren sich krankmachend im Körper auszubreiten, dies bezeichnet er als Krankheit.

Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf kürzestem, zuverlässigstem, unnachteiligstem Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen." (3 Organon der Heilkunst von Hahnemann)

In der Praxis sieht eine gute homöophatische Behandlung wie folgt aus: Neben den Symptomen der Krankheit bezieht der Homöopath in einem intensiven Gespräch (bis zu zwei Stunden Dauer) unter anderem auch die Lebensgewohnheiten des Patienten, seine Ängste, Vorlieben und Abneigungen ebenso in seine Therapie ein, wie vorausgegangene Erkrankungen und ihre Verläufe es tun. Nach der Auswertung der so gewonnenen Erkenntnisse gibt der Homöopath seine für jeden Patienten völlig individuellen Therapievorschläge bekannt.



Blutegel

Der Blutegel (Hirudo medicinalis medicinalis oder Hirudo medicinalis officinalis = Hirudo verbana oder ungarischer Blutegel) lässt sich als Zusatzbehandlung einsetzten bei:

- akute Hufrehe
- traumatisch bedingte Arthritis (Gelenkentzündung)
- infizierte Wunden
- Abszess, Ekzeme, Leckdermatitis, Tendovaginitis (Sehenscheidenentzündung)
- Tendinitis (Sehnenentzündung)
- Bursitis (Schleimbeutelentzündung) - Myogelosen (Muskelverhärtung)
- Arthrose
- Nackenbeule
- Hüftgelenkdysplasie
- akute Discopathie (Bandscheibenvorfall)
- Thrombose
- Othämatom (Blutohr)

Eine besondere Technik ist die "Hirudinopunktur", bei der Blutegel auf spezielle Akupunkturpunkte gesetzt werden.